
Starkes Emblem: Japanische Nationalflagge
Zur Vorgeschichte des “red dot”. “das für grafiker bedeutendste beispiel eines emblems ist der rote punkt auf einem weißen feld, das zeichen für japan. da ist nichts wegzunehmen, nichts hinzuzufügen. auch wenn es einfacher nicht mehr geht”, schreibt der Grafiker Otl Aicher, in seinem 1991 erschienenen Buch die welt als entwurf. Es gibt aber mittlerweile noch einen Punkt gleicher Farbe, der durch die Medien geistert: der Designpreis “red dot”, der alljährlich vom Designzentrum Nordrhein-Westfalen vergeben wird. Dabei handelt es sich um eine der weltweit bekanntesten Auszeichnungen ihrer Art, was Preisverleiher und Preisträger natürlich erfreut. Der “Rote Punkt”, wie der “red dot” ursprünglich hieß, ist selbst eine prägnante und erfolgreiche Marke, die auf Aicher zurückgeht, einem ästhetischen Asketen, der darin ein Ideal verwirklicht sah. » mehr zum Thema ‘Verbesserung eines Punktes’ lesen

Rollschuheskapaden von Mike & Mike (National Museum of Rollerskating)
USA 1994. Das National Museum of Roller Skating in Lincoln, Nebraska, weiß viele Geburtstage. Es beherbergt die weltweit größte Sammlung an Rollschuhen aller Art, die ältesten von 1819. Als 1994 die Inlinekaters, noch nach dem Hersteller “Rollerblades” benannt, endgültig zur Mode wurden und Enthusiasten in Rudeln über Manhattans welligen Asphalt flitzten, sah das nicht nur verwegen aus. An einem einzigen Wochenende gab es damals drei Tote. Ein tragischer Umstand, der dem Draufgänger-Image des neuen Sports eher zuträglich gewesen sein dürfte. » mehr zum Thema ‘Füße auf Rädern’ lesen
![[3]-Bildstatistisches-Elementarwerk-b-web](http://formweh.de/wp-content/uploads/2010/02/3-Bildstatistisches-Elementarwerk-b-web-150x150.jpg)
Wirtschaftsformen der Erde: Bildstatistik von Otto Neurath (1930)
Das Museum für Angewandte Kunst in Wien schickt mir Presseinformationen zu einer
Ausstellung über den Wiener Sozialisten, Universalgelehrten und Pionier der visuellen Kommunikation Otto Neurath. Warum der Titel der Ausstellung
Gypsy Urbanism lautet, wird dem unbedarften Leser nicht deutlich. War Neurath etwa ein englischer Roma? Des Rätsels Lösung: Die Ausstellung geht auf eine amerikanische Dissertation zurück, deren aus dem Deutschen übersetzten Titel man übernahm, eine Rolle rückwärts, mit der ein spannendes Projekt unnötigerweise in den Ruch modischen Sprachfremdelns gerät.
» mehr zum Thema ‘War Otto Neurath ein englischer Roma?’ lesen

Schlanke Schönheit
“Twiggy” oder “Kate Moss” wären durchaus passende Namen. Auf der Kölner Möbelmesse tat eine extrem schlanke Lampe auf unserem formguide-Stand Dienst, in die ich mich schon vorher wegen ihrer schönen Rundungen und perfekten Proportionen verliebt hatte, die mir aber nun erst durch die Benutzung vollends ihre Vorzüge offenbarte: die Tischlampe MW17, ein Werk des Erfinderunternehmers Peter Ghyczy, bisher eher bekannt für das legendäre “Gartenei” und seine cleveren Tische. » mehr zum Thema ‘Marcel Breuer hätte seine Freude gehabt!’ lesen

Die Zec'sche Designwertformel
Heureka! Gerade lag im Emailbriefkasten ein Schreiben, dessen Bedeutung durch sechs sorgfältig editierte Anhänge deutlich unterstrichen wird. Absender ist das für seine Vielseitigkeit bekannte Designzentrum Nordrhein-Westfalen. Der Urheber dieser geballten Information ist kein Geringerer als der Leiter des Zentrums selber, Professor Dr. Peter Zec. Dem Unermüdlichen, der seit letztem Jahr neben allem anderen auch noch die Leitung des “red dot institute for advanced design studies” inne hat (das, um etwaige Irrtümer auszuschließen, ebenfalls in der ehemaligen Stahlmetropole und aktuellen Eurokulturhauptstadt Essen beheimatet ist), trauen viele einiges zu. Und nun dieser erneute Coup. Das Designei des Kolumbus: der “Designwert”! » mehr zum Thema ‘Deutscher Professor entdeckt Designwert!’ lesen