Archiv der Kategorie 'stilkommode'

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Cascada original? Piepegal!

Hurra, einmalige Chance! In der Berichterstattung über die Geschehnisse um die Bonner Musikgruppe Cascada und ihr angeblich Nun-doch-nicht-Plagiat (NDR-geprüft!) lässt sich der vollkommene Zusammenbruch jedes Sinns exemplarisch studieren. Dafür müsste man im Marketingseminar richtig latzten. Also, nach irgendeinem Sinn fragen, ist sinnlos. » mehr zum Thema ‚Cascada original? Piepegal!‘ lesen

Krautunderground 1980

Die deutsche Punkbohéme und ihre tanzbare Poesie

Die Single war die geistige Währung, ZickZack 1981

Eine gute, alte Bekannte, mit der ich mal ein paar Jahre in einer WG wohnte, hat mich neulich darauf ange- sprochen, dass es in Deutschland soetwas gibt wie eine Tradition des Avantgarderock. Experimentell, radikal, eine Art Krautunderground. Das fing so um 1970 an: Amon Düül, Tangerine Dream, Kraftwerk, Can, Ton Steine Scherben. Das sind zwar ganz unterschiedliche Bands, aber alle waschecht deutsch. Das merkte man schon daran, dass sie einen „Anspruch“ hatten, wie man damals so schön sagte. Irgendwem im Ausland fiel der Ausdruck „Krautrock“ ein. Das klang wild und war es auch. Aber so um 1980 fing dann schon wieder was ganz Anderes an. » mehr zum Thema ‚Krautunderground 1980‘ lesen

Morgenlichtspiel

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Neulich strahlte, bevor ich zur Arbeit ging, die Morgensonne durch die Fenster. Es begann ein herrliches Lichtspiel. Da sind mir Dinge aufgefallen und die ganze Unordnung erschien sehr inspirierend .. » mehr zum Thema ‚Morgenlichtspiel‘ lesen

„Costa Concordia“, ein böses Omen?

"Serenade", der Ur-Schiffsriegel auf dem Rhein (zeitgenössische Postkarte)

Schiffe sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Dass die Idee, Passagiere beziehungsweise deren Unterkünfte optimal zu stapeln, schon zu einem frühen Zeitpunkt auf dem Rhein umgesetzt wurde, ist aus tourismuswirtschaftlicher Perspektive kaum verwunderlich. Nicht zuletzt in den Niederlanden, die ja bekanntlich an der Rheinmündung liegen und in Transportgeschäften jahrhundertelange Erfahrungen besitzen, fand diese Idee und deren daraus unmittelbar resultierende Formgebung schnell Anklang. Das führte zu völlig neuen Bootstypen: dem schwimmenden Kubus oder Klotz, dessen naher Verwandter das Klötze tragende Containerschiff ist. Während aber auf einen Containerfrachter dicht an dicht bis zu 10.000 Einheiten passen, erreichen selbst die größten Kreuzfahrtschiffe nicht mal die Hälfte an Passagierzahlen. Was wiederum ein Schlaglicht darauf wirft, wie sperrig der Mensch ist. » mehr zum Thema ‚„Costa Concordia“, ein böses Omen?‘ lesen

Stilkunde: Weich und geschwollen 1

Total körniger Abzug eines Originalfotos genau des Juhl-Sessels, der ihm kreative Flügel verliehen haben soll

„Organic Design in Home Furnishings“ (Organisches Einrichtungsdesign) hieß die Schau, die 1940 im New Yorker Museum of Modern Art stattfand, das damit (nach „International Style“ acht Jahre zuvor) bereits zum zweiten Mal als Sprachregulator fungierte. Ein schicker Name! Alle freuten sich über das Neugeborene, auch wenn es ein Kriegskind war und etwas fahle, eingefallene Backen hatte. Andererseits: Schon wieder einer dieser Stile, von dem man gar nicht so ganz recht weiß, ob es ihn tatsächlich gab, oder ob es nur ein Wortpopanz ist, der sich selbstständig machte und seitdem durch die Welt gespenstert. Diese drängenden Fragen werden nun in einem noch ziemlich neuen Buch behandelt: darin wird auch erstmals die komplette Design-Kommode mit ihren Stilschubladen der letzten 100 Jahre geöffnet. Da kommt so manche Stilblüte zum Vorschein. » mehr zum Thema ‚Stilkunde: Weich und geschwollen 1‘ lesen