{"id":551,"date":"2010-02-15T21:41:55","date_gmt":"2010-02-15T20:41:55","guid":{"rendered":"http:\/\/formweh.de\/?p=551"},"modified":"2012-02-16T19:12:54","modified_gmt":"2012-02-16T18:12:54","slug":"endlich-deutschem-professor-gelingt-entdeckung-des-designwertes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/formweh.de\/?p=551","title":{"rendered":"Deutscher Professor entdeckt Designwert!"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_647\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/designwertformel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-647\" class=\"size-thumbnail wp-image-647\" title=\"designwertformel\" src=\"https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/designwertformel-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-647\" class=\"wp-caption-text\">Die Zec&#39;sche Designwertformel<\/p><\/div>\n<p>Heureka! Gerade lag im Emailbriefkasten ein Schreiben, dessen Bedeutung durch sechs sorgf\u00e4ltig editierte Anh\u00e4nge deutlich unterstrichen wird. Absender ist das\u00a0 f\u00fcr seine Vielseitigkeit bekannte Designzentrum Nordrhein-Westfalen. Der Urheber dieser geballten Information ist kein Geringerer als der Leiter des Zentrums selber, Professor Dr. Peter Zec. Dem Unerm\u00fcdlichen, der seit letztem Jahr neben allem anderen auch noch die Leitung des &#8222;red dot institute for advanced design studies&#8220; inne hat (das, um etwaige Irrt\u00fcmer auszuschlie\u00dfen, ebenfalls in der ehemaligen Stahlmetropole und aktuellen Eurokulturhauptstadt Essen beheimatet ist), trauen viele einiges zu. Und nun dieser erneute Coup. Das Designei des Kolumbus: der &#8222;Designwert&#8220;!<!--more--><\/p>\n<p>Dieser vielger\u00fchmte Mann hat sich offenbar auch auf seinem allerneuesten Wirkungsfeld, der &#8222;zukunftsweisenden Designforschung&#8220;, einiges vorgenommen.\u00a0 Stellt er uns \u00fcberraschtem Publikum doch schon nach k\u00fcrzester Zeit erste zukunftsweisende Ergebnisse seiner Designforschungen vor. Es gehe um &#8222;die Innovationsst\u00e4rke eines Unternehmens, die Qualit\u00e4tsleistung und der Kundennutzen&#8220;, verr\u00e4t Professor Dr. Zec in einem dem Schreiben beigef\u00fcgten &#8222;Interview&#8220;. Damit aber nicht genug. &#8222;All diese Werte&#8220;, kl\u00e4rt uns\u00a0 Professor Dr. Zec auf, &#8222;spiegeln sich im Design eines Produktes und in der Kommunikation des Unternehmens wider \u2013 oder auch nicht.&#8220; Wer h\u00e4tte das gedacht?<\/p>\n<p>Wie kommt Professor Dr. Zec zu seinen bahnbrechenden und zukunftsweisenden Forschungsresultaten? Durch die &#8222;bahnbrechende Methode zur Berechnung des Designwertes von Unternehmen&#8220;. Und diese Methode hat er nat\u00fcrlich selbst &#8222;entwickelt&#8220;. Bei dieser Grundlagenforschung, erl\u00e4utert Professor Dr. Zec weiter, geht er sinnigerweise von der von ihm selber seit vielen Jahren praktizierten Methode der Designpreisvergabe aus. Das kann sich der Designwertlaie also ungef\u00e4hr so vorstellen: Wer viele &#8222;red dots&#8220; bekommen hat, muss auch viel &#8222;Designwert&#8220; haben. Hokuspokus fidibus. Ich schlage vor, Herrn Professor Dr. Zec, einem unbestrittenen Experten im virtuosen Vermischen von Wissenschafts-, Wirtschafts- und Designfragen, zum Ehrendoktor in Tautologie zu ernennen. Vielleicht bietet sich hierf\u00fcr auch eine ganz neue &#8222;red dot&#8220;-Preissparte an. Die k\u00f6nnte sich Professor Dr. Zec dann gleich als erster selbst verleihen.<\/p>\n<p>Aus seiner reichen Erfahrung ist nun, wie Professor Dr. Zec selbst sagt, &#8222;eine vollkommen neue Perspektive f\u00fcr die Betrachtung von Design und Wirtschaft&#8220; herausgekommen. So \u00e4hnlich wie einst Karl Marx in seinem <em>Kapital<\/em> den Mehrwert als zentrales Movens des kapitalistischen Wirtschaftens analysierte, l\u00f6st Professor Dr. Zec mit seiner neuen Wortsch\u00f6pfung ganz nonchalant eine der ebenso zentralen wie bisher ungel\u00f6sten Fragen &#8222;von Design und Wirtschaft&#8220;. Er hat daf\u00fcr auch gleich eine Formel gefunden, die dem unbedarften Designwertlaien allerdings erkl\u00e4rt werden muss. Man sieht, die Sache nimmt bereits Einstein&#8217;sche Dimensionen an.<\/p>\n<p>Dabei beh\u00e4lt Vordenker Professor Dr. Zec seine erstaunlichen Erkenntnisse nicht etwa f\u00fcr sich. Nein, er macht sie der Fachwelt &#8222;in Design und Wirtschaft&#8220; unverz\u00fcglich zug\u00e4nglich, und zwar auf mehrfachem Wege: In Emailrundschreiben, in einem Buch, das folgerichtig &#8222;Der Designwert&#8220; hei\u00dft (mit Koautor Burkhard Jacob) sowie in einer Vortragstournee durch vorerst vier ausgew\u00e4hlte, namhafte deutsche Gro\u00dfst\u00e4dte. Das nennt man Marketing.<\/p>\n<p>Soviel darf hier verraten werden. Was mancher hinter vorgehaltener Hand schon lange vermutet hat, scheint sich nun endg\u00fcltig zu bewahrheiten. Professor Dr. Zec verf\u00fcgt wohl tats\u00e4chlich \u00fcber eine Geheimformel, wie man aus dem Nichts Geld macht. Jedem, der daran brennend interessiert ist (und ich gebe zu, dass ich dazugeh\u00f6re),\u00a0 sei deshalb dringend empfohlen, genau darauf zu achten, was dieser ideenreiche Mann demn\u00e4chst noch so alles von sich gibt. Derweil scheint der globale Forschungswettlauf um den &#8222;Designwert&#8220; schon im vollem Gange zu sein. formweh bleibt an dieser <a href=\"https:\/\/formweh.de\/?p=581\">hei\u00dfen Sache<\/a> dran. Und stellt schon mal eine schwierige Frage: Wieso nennt der Totengr\u00e4ber des <a href=\"http:\/\/www.formweh.de\/?p=851\">&#8222;Roten Punktes&#8220;<\/a> und Erfinder des &#8222;red dot design awards&#8220; seine neue Erfindung eigentlich nicht design value? .. bp<\/p>\n<p>Burkhard Jacob und Peter Zec: <em>Der Designwert. Eine neue Strategie der Unternehmensf\u00fchrung<\/em>, Avedition, Ludwigsburg 2010, 160 Seiten, 25,90 Euro<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/wdf-umschlag-110610-quadrat-web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1789\" title=\"wdf-umschlag-110610-quadrat-web\" src=\"https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/wdf-umschlag-110610-quadrat-web-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/wdf-umschlag-110610-quadrat-web-150x150.jpg 150w, https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/wdf-umschlag-110610-quadrat-web-298x300.jpg 298w, https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/wdf-umschlag-110610-quadrat-web.jpg 496w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Weitere, teilweise ergreifende Erkenntnisse zu diesem spannenden Themenkomplex werden demn\u00e4chst\u00a0 in einem brandneuen Buch ver\u00f6ffentlicht. Titel: <em><strong>Und kann man darauf auch sitzen? Wie Design funktioniert<\/strong><\/em> (250 Seiten, etwa 50 Abbildungen). Das Werk erscheint voraussichtlich in diesem (oder im n\u00e4chsten) Monat im Dumont- Buchverlag und kostet nicht mal 15 Euro.<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Heureka! Gerade lag im Emailbriefkasten ein Schreiben, dessen Bedeutung durch sechs sorgf\u00e4ltig editierte Anh\u00e4nge deutlich unterstrichen wird. Absender ist das\u00a0 f\u00fcr seine Vielseitigkeit bekannte Designzentrum Nordrhein-Westfalen. 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