{"id":1346,"date":"2010-05-03T19:51:10","date_gmt":"2010-05-03T18:51:10","guid":{"rendered":"http:\/\/formweh.de\/?p=1346"},"modified":"2012-02-16T19:18:22","modified_gmt":"2012-02-16T18:18:22","slug":"1346","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/formweh.de\/?p=1346","title":{"rendered":"Wer war Phillippe Charbonneaux?"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"mceTemp\">\n<dl id=\"attachment_1351\" class=\"wp-caption alignleft\" style=\"width: 160px;\">\n<dt class=\"wp-caption-dt\"><strong><strong><a href=\"https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/r16tl70-.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-1351\" title=\"r16tl70\" src=\"https:\/\/formweh.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/r16tl70--150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/strong><\/strong><\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p>Renault R16 &#8211; War es eine Limousine, ein Kombi oder der eigentliche Vorl\u00e4ufer der Kompaktklasse? Der R 16 &#8211; vor 45 Jahren eingef\u00fchrt und 15 Jahre erfolgreich &#8211; war alles zusammen, und obendrein auch ein Familien- und ein Gesch\u00e4ftswagen. Das erste franz\u00f6sische Modell, das zu Europas \u00bbAuto des Jahres\u00ab gew\u00e4hlt wurde, nahm bereits die heutigen sogenannten Crossover-Konzepte vorweg, die keinem traditionellen Autotyp mehr eindeutig zuzuordnen sind. <!--more--><\/p>\n<p>Das schr\u00e4g abgeschnittene Heck, wie man es beim Mini und beim R 4 schon im Kleinen gesehen hatte, bedeutete \u2013 \u00e4hnlich wie die Flachdachvillen in der Architektur der 20er-Jahre \u2013 einen Tabubruch in der Komfortklasse, die noch lange von der klassischen Limousine beherrscht wurde. Eben diesen machte Renault zu seinem Markenzeichen. Was mit dem Schlichtauto R 4 begonnen hatte, wurde hier auf hohem \u00e4sthetischen Niveau fortgesetzt. Phillippe Charbonneaux, einer der erfolgreichsten fr\u00fchen Produktdesigner des Landes, gelang mit dieser Mittelklasse-Limousine ein gro\u00dfer Wurf. Wie Claus Luthe in Deutschland, der zwei Jahre sp\u00e4ter mit dem NSU Ro 80 ein neues Paradigma einf\u00fchren sollte, gelang Charbonneaux die Kombination von Zweckm\u00e4\u00dfigkeit und Anmut. Das Auto besitzt eine lebhafte Oberfl \u00e4che, seine Linienf\u00fchrung ist alles andere als langweilig. Es verbindet Sachlichkeit mit Dynamik. Der R 16 ging hervor aus einer prosperierenden \u00c4ra, in der Frankreich noch nicht von der 68er-Revolte ersch\u00fcttert war: ein Wagen f\u00fcr die aufstrebende Mittelklasse, die keine Zweifel, aber auch keine Beh\u00e4bigkeit wollte. Es war die Zeit, in der Jean-Paul Belmondo und Alain Delon, nun \u00fcber 30, keine zornigen jungen M\u00e4nner der Nouvelle Vague mehr waren und andere, aufwendigere Abenteuer suchten. Den R 16 fuhren vollb\u00e4rtige V\u00e4ter mit Vorliebe f\u00fcr Gitanes-Zigaretten, denn der Wagen war zwar kein spie\u00dfiger Kombi, aber fast so praktisch. Das Erfolgsmodell wurde fast zwei Millionen Mal verkauft. Seine Bauweise mit Frontantrieb und chr\u00e4gheck wurde sp\u00e4ter in der Kompaktklasse zum Standard. Ein Extra, das den Renault R 16 auszeichnete, jedoch an keinem Detail festzumachen war, ist seine Nonchalance, sein franz\u00f6sischer Chic. Er hatte Eleganz, er war eine aparte Sch\u00f6nheit wie Catherine Deneuve, die ebenfalls gerade ihre Karriere begann. Wie Pierre Cardin die gro\u00dfe Mode mit seinen Pr\u00eat\u00e0- Porter-Kollektionen popularisierte, brachte Renault den Avantgardismus unters Volk. Der sogenannte \u00bbVogelschnabel\u00ab-Grill wurde zu einem Element einer Formensprache, die sp\u00e4ter der Designstratege Patrick le Qu\u00e9ment aufgriff, um so die Identit\u00e4t der Marke zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Aus: Bernd Polster und Phil Patton,<em> Autodesign International<\/em>, K\u00f6ln 2010<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Renault R16 &#8211; War es eine Limousine, ein Kombi oder der eigentliche Vorl\u00e4ufer der Kompaktklasse? 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